4. Ausgabe (zum selbstausdrucken) 4th edition (print it yourself)

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Hallö, Da sind wa’ wieder. Aufgetaucht aus der Versenkung, um wieder mal unseren Senf (und den von anderen) dazu zu geben. Denn wie immer ist der Großteil des erhältlichen Senfes ungenießbar und schwer verdaulich. Wir wollen eine Alternative und Antwort bieten zum massenweise produzierten Kram der Medien und präsentieren dir die vierte Ausgabe von unserem handgemachten Produkt. Wie immer mit viel Liebe, Wut und allerlei Zutaten aus der Region, verfeinert mit verschiedenem aus aller Welt. Ohne Metaphern gesprochen: Du siehst hier die vierte Ausgabe der Shitbarricade. Einer selbstproduzierten Zeitung der Bewegung in und um die Besetzung des Hambacher Forstes.

Seit der letzten Ausgabe von Ende Juni ist ’ne Menge Zeit vergangen und natürlich auch viel zu viel passiert, um es ansatzweise in einer Ausgabe dieser Zeitung zusammen zu fassen. Allem voran die Räumung der Waldbesetzung im September/Oktober und die damit einhergehende unfassbar krasse Steigerung der Populatität des Themas in den Medien und der Bevölkerung. Das war für viele von uns ein enormer Eingriff ins Leben und viele mussten heftige körperliche und psychische Verletzungen erleiden. Vor allem auch der Tod von Steffen in dieser Zeit wird uns noch lange beschäftigen. Viele von uns sind traumatisiert aus diesen Tagen hervorgegangen und viele kämpfen immer noch mit der Verarbeitung von allem, was passiert ist. Doch es ist nicht ruhig geworden um den Hambacher Forst. Fast direkt nachdem das letzte Baumhaus geräumt war, wurde der Wald wieder besetzt und auch die Aktionen von Polizei und Werkschutz im Wald haben seitdem nicht aufgehört und finden gerade in den letzten Wochen wieder vermehrt statt. Wir denken, dasss die ganze Aufarbeitung der Räumung mit allem, was dazu gehört, die Kapazitäten von einer Ausgabe dieser Zeitung, in der wir auch von anderen Themen berichten wollen, übersteigt. Damit könnte ein ganzes Buch gefüllt werden. Deshalb werden wir uns in dieser Ausgabe nicht ausführlich mit dem Thema Räumung befassen. Trotzdem sehen wir die Notwendigkeit, dies in Zukunft zu tun und freuen uns über Ansätze dazu. Vielleicht gibt es ja irgendwann mal eine Special-Edition der Shitbarricade dazu.

Das Material für diese Edition stammt allerdings teilweise noch aus der Zeit vor und während der Räumung. Damals wollten wir mitten im Räumungs-Vorbereitungs-Stress eine neue Ausgabe herausbringen und haben Briefkästen im Wald aufgestellt, um die Beiträgen von Menschen, die sich an der Zeitung beteiligen wollten, zu sammeln. In dieser Zeit sind einige coole Sachen entstanden. Mit dem Einmarschieren der Cops ist das Projekt allerdings vorerst wieder untergegangen und vieles von damals ist leider zu Zeit verschollen. Einiges ist aber noch da und wurde hier abgedruckt. Auf die Räumung bezogen finden sich Briefe aus dem Knast von Winter und Eule jeweils auf deutsch und auf englisch.

Außerdem haben wir den offenen Brief von Angehörigen von Steffen Meyn an die Staatskanzlei NRW, Ministerpräsidenten Laschet und Innenminister Reul gedruckt. Diesen Text haben wir bewusst nicht ins englische übersetzt, da wir die persönliche Bedeutung der Worte nicht durch unsere Interpretation und mangelden Englischkenntnisse beeinflussen wollten. Dazu findest du einen emotionalen Text, der sich mit den Ereignissen rund um die Räumung auseinander setzt. Mit der massiven Zerstörung von Lebensraum durch die Räumung der Besetzung breitete der Widerstand sich auch weiter auf die den Wald umgebenden Flächen aus. So gab es im Oktober ein paar aufregende Wochen, in denen Menschen es für kurze Zeit schafften, mehrere Häuser in Manheim, einem mittlerweile fast komplett verlassenen Dorf neben dem Hambi, zu besetzen. Manheim soll, wie der Wald, für den Tagebau platt gemacht werden. Ein Teil der damals besetzten und schon seit längerem wieder geräumten Häuser ist mittlerweile schon abgerissen. Ein zusammen fassender Text zu Manheims autonomer Zone (MAZ) sowie ein Zeichnung dazu ist hier abgedruckt. Nachdem uns im Oktober die Nachricht ereichte, dass Waka, ein mit vielen von uns befreundeter Mensch, in Rojava im Kampf für die Revolution gefallen ist, veröffentlichen wir hier ein weiteres Mal das Gedicht, das Waka für die zweite Ausgabe der Shitbarricade geschrieben hat, sowie einen Nachruf von einem Mitstreiti. Auch hier haben wir aus Respekt vor dem persönlichen Wert der Worte auf eine Übersetzung ins deutsche verzichtet.

Ebenfalls wird es einen Brief von einer weiteren Genossin aus Rojava zu lesen geben. Darüber hinaus gibt es eine Kritik am Umgang mit Medien/Presse, theoretischen Input zu Ökologie und anderem und die verschiedensten künstlerischen und kreativen Sachen und anderen Kram. Natürlich gibt es auch wieder die eine oder andere liebgewonnene Kategorie von früheren Ausgaben. Aber seht selbst! Eventuell nicht übersetzte Texte sind vermutlich begrenztem Platz oder der Faulheit von den Menschen geschuldet, die an dieser Shitbarricade gearbeitet haben. Wie immer möchten wir noch anmerken, dass du uns ganz einfach deine Ideen und Beiträge, Kritiken und Anregungen für die nächste Ausgabe an unser E-Mail Postfach – shitbarricade@riseup.net – schicken kannst. Vielleicht hast du auch schon Gedanken, Bilder, Gedichte, Lieder, Hasstiraden bezügliche der Räumung? Immer her damit! So kommen wir einem Shitbarricade-Räumungsspecial immer näher. Ansonsten viel Spaß mit dieser Ausgabe und lass dich nicht erwischen!

Januar 2019

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Hellö, here we are again. Reappeared to add our (and others) two cents. Like always, its hard to swallow the majority of the stuff that is spreaded. We want to share an alternative to the massproduced junk. So we present the 4th edition of this handmade product. Like always full of love, rage and ingredients from the region and all over the world. To be clear: This is the 4th edition of the “Shitbarricade”, a selfproduced Newspaper from people in and arround the occupyed Hambach Forest.

A lot of time passed since the last edition in june ’17 and way too much happend to fit into one newspaper. Especially the eviction of the forest in september and october, going along whith a giant rise of media-attention and popularity of the topic. For many people, this eviction was a massive decisive turning point. Many had to deal with heavy physical and psycological injurys. In particular the death of Steffen will stay in our minds, many people are still struggling with the incidents and the following trauma. But it never became quiet arround Hambach Forest. Quiet immediately after the last treehouse being evicted, the forest was reoccupied. But the cops and securitys didnt stop and are inreasing their pressure during the last weeks. We are thinking, the reprogressing of the eviction, including everything that goes along, would not fit into this edition. It would fill a whole book! Thats why we dont talk about the eviction. At the same time we feel the need to focus on it in a further newspaper. We would be happy if people have ideas, how to frame this. Maybe we will have a Shitbarricade-special edition about the eviction?!

Some material, published in this edition was already made before the eviction. There has been the plan to publish one during the preperation and during the eviction. So there ere some letterboxes in the forest to collect contents people wanted to publish. There was a lot of nice stuff , but many things got lost when the cops invaded the forest and the meadow. But some is still there and printed in here. Related to the eviction, you will find letters from prisoners Winter and Eule in english and german. Beside this we printed the open letter, written from the relatives of Steffen Meyn to the government of NRW. We didnt translate this text by purposely, because we didnt want to mess up or misinterpret the personal and emotional meaning of the words. Because we know that our english is quite faulty. Moreover you will find a emotional text, talking about the happenings going along with the evictions. Caused by the massiv destruction of living spaces, the resistance spreaded in the area. In october, there were some exiting weeks. For a short time, people managed to squat several houses in Manheim, a village next to Hambi which is nearly completly abandoned. Like the forest, Manheim is gonna be destroyed for the lignite mine. Some of the houses that were occupied are alredy teared down after being evicted. About Manheim Autonomous Zone (MAZ) you will find a text and a drawing.

In October we got the message about the death of Waka, a friend of many of us. He died fighting for the revolution in Rojava. We reprinted a poem, he was doing for the seccond edition of the shitbarricade. Moreover there is a epitaph for Waka, written by one of his friends. Also there, we didnt translate the original english text, in oder to respect the personal words. Moreover we printed a letter from a comrade in Rojava, a critique about media-work, a theoretical input about climate justice and and and….and many artist and creative stuff… But take a look by your own. Some stuff is not translatet, because its too long and the people working this edition were too lazy… Like always: Send your ideas, texts, drawings, critique etc for the next edition to our email: shitbarricade@riseup.net Maybe you already have thoughts, images, poems, songs, hatespeeches about the eviction? Keep it coming! Send it and we are getting closer to the eviction special edition of the shitbarricade! Apart from that: Have fun with this one and dont get caught!

January 2019

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